Optimierung der Innenverkabelung

So im ganzen High End Audio Bereich ist es ja üblich sich mit dem Thema Verbindungskabel und Stecker auseinanderzusetzen. Auf dem Markt wird hierzu auch eine Vielzahl von Lösungen und Produkten angeboten. Manche preisgünstig, manche extrem teuer.

Aber macht sich jemand auch Gedanken darüber, wie es in den Geräten und Komponenten aussieht, die miteinander verbunden werden?

Ich setzte bei mir ja TAD 2001 Hochtöner ein. Klingen sehr gut und haben auch sonst einen sehr guten Ruf.

Klemmen

Was mich schon immer bei diesen Hochtönern gestört hat, sind die Anschlussklemmen! Ist so die federbelastete „Druckknopf – Ausführung“ – ein etwas dickeres Kabel ab 2,5mm² bekommt man nicht rein, dünnere Kabel sitzen nicht gerade stabil…Also eine suboptimale Lösung. Da ich gerade etwas Zeit hatte, wollte ich mal schnell die Anschlüsse tauschen…

Innenverk_Org

Nach Öffnen des Gehäuses, ein etwas ernüchternder Eindruck von der Innenverkabelung…simpelste Autotechnik der 70er-Jahre…Das hat mit High End Audio nichts zu tun!

Litzen

Die Lösung ist recht einfach: Reinsilberkabel direkt anlöten und dann bei der Frequenzweiche vercrimpen.

Von Arbeitszeit und Materialaufwand ein sehr geringer Aufwand. Klanglich aber von deutlich hörbarer Wirkung! Die Höhen sind besser definiert, nicht so hart und differenzierter! Die Raumabbildung gewinnt natürlich auch!

Mein Rat: Bevor man z.B. die Lautsprecherkabel „A“ gegen bessere und teurere „B“ austauscht, erst mal ein kritischer Blick in die angeschlossenen Geräte – in diesem Falle also Lautsprecher und Endstufen!

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Optimierung des Hörraumes

Klar, im Grunde weiß es jeder: Der Raum in dem man Musik hört, ist für die Wiedergabequalität von sehr großer Bedeutung.

Doch irgendwann wird man sozusagen „betriebsblind“ nimmt die Gegebenheiten hin, wie sie sind. Zumindest ist es mir so ergangen. Nach dem Umbau wegen der neuen Endstufen hörte ich schon, welchen Unterschied es macht, wenn nichts genau zwischen den Lautsprechern steht!

Bisher stand in meinem Hörraum ja immer ein 1 x 2 m großes Sofa, welches auch den 220l Subwoofer enthielt. Um eine vernünftige Sitzfläche zu bekommen, war da auch sehr viel an Schaumstoff und Kissen drauf! Dies dämpft natürlich akustisch ziemlich stark – zu stark sogar!

Da die von uns verwendeten Hörner eine ziemlich starke Richtwirkung haben, kann man eh nur an genau einem Platz richtig gut hören.

Teppich_drin

So habe ich über die Feiertage das „Sofa“ (Gesamtgewicht 450 kg, da das Subwoofergehäuse betoniert ist) demontiert und den Subwoofer selbst ganz hinten senkrecht zwischen den Lautsprechern aufgestellt. Statt dem Sofa steht nun ein bequemer Sessel am optimalen Hörplatz.

Das hat wirklich positive Resultate gebracht: Ein deutliches Mehr an Auflösung, Geschwindigkeit, Natürlichkeit und Präzision. Auch die Basswiedergabe hat deutlich gewonnen!

Es war natürlich einiges an Arbeit, aber dafür sind kaum Kosten entstanden! Gelohnt hat es sich auf jeden Fall!

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Frohes Neues Jahr!

Ich wünsche auf diesem Wege allen Besuchern, Kunden und Freunden ein frohes und erfolgreiches neues Jahr!

Feuerwerk_1a

Feuerwerk_2a

Feuerwerk_3a

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Miserabler Service von Fluke

Von einem Kunden bekam ich einen defekten Poweranalyzer Fluke/Norma 5000 zur Reparatur.

Laut Display-Menü, Gerät von 2009, Software von 2007.

Der defekte Chip (Flash Speicher) kostet bei Einzelabnahme €13,80 – nur leider ohne den benötigten Speicherinhalt (Firmware)!

Da wurde also nach höchstens 6 Jahren der Support für ein recht teures Messgerät eingestellt…

Hier der denkwürdige e-mail Verkehr mit dem Fluke Service:

Sehr geehrter Herr Götze,

 

vielen Dank für Ihre Anfrage.

 

Das Gerät ist aufgrund mangelnder Ersatzteile unreparierbar, da es seit 2013 außer Service ist.

 

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen
Swetlana Helder

| Fluke Deutschland GmbH | Dienstleistungszentrum | Heinrich-Pesch-Str. 9-11 | 50739 | Köln |

| Tel: +49 (0)69 2222 20 210 | Fax: +49 (0)69 2222 20 211 | service.de@fluke.com |
          

Wir legen Wert auf Ihre Meinung. Bitte bewerten Sie unseren Service hier: http://fluke.co1.qualtrics.com/SE/?SID=SV_6Gz8LfhxFDUQom1

und nehmen Sie Teil an der monatlichen Verlosung eines Fluke Multimeters.
Die Bewertung erfolgt mit Werten von 1-10 mit 1-6= negativ, 7-8= neutral, 9= gut, 10= sehr gut

Geschäftsführung: Sigrid Teich, Ankush Malhotra, Jeroen van de Weil. Sitz der Gesellschaft: Glottertal, Registergericht: Freiburg, HRB 705046

 

From: GECOM-Technologies GmbH <goetze-communication@t-online.de>
Sent: Monday, December 17, 2018 9:50 AM
To: Fluke Servicedesk (Germany) <service.de@fluke.com>
Subject: Ersatzteilanfrage

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

 

Ich habe hier einen defekten Fluke/Norma 5000 Poweranalyzer, S.N. W915561 von einem Kunden.

 

Defekt: Nach Einschalten bei Zimmertemperatur geht nur die Displayhintergrund- Beleuchtung an. Gerät arbeitet nicht und lässt sich nicht über Schnittstelle  (IEEE) ansprechen.

Nach kurzem Einsprühen des Flash-Speichers (29LV008bA…/ von vorne gesehen links oben auf CPU-Board unter Verbinder für serielle Schnittstelle) funktioniert das Gerät einwandfrei – auch über längere Zeit >12h!

Können Sie das instand setzen oder ein Austauschboard liefern?

 

Mit freundlichen Grüßen

S.Götze

 

GECOM-Technologies GmbH

Geschäftsführer: S.Götze

Kühlingerstr.28

D-27777 Ganderkesee

Germany

Tel.:++49-4222-945972

Fax.:++49-4222-945973

www.gecom-technologies.com

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European Triode Festival 2018 Bellemè – ETF

Startbild

Dieses Jahr fand das ETF in Belleme´ /Frankreich/ Normandie statt. Zuerst mal mein Dank an die Organisatoren. Die Auswahl der Location war sehr gelungen! Es ist ein kleiner mittelalterlicher Ort mit dem entsprechenden Flair! Rein vom optischen und der Ausstrahlung her eine wahre Freude!

Ich bin nicht besonders viel raus gekommen oder es war neblig. So erst einmal ein paar Photos, die ich gemacht habe.

zBelleme5 zBelleme6 zBelleme7 zBelleme8

Belleme 6Belleme 8 Belleme1   belleme4 Belleme5Belleme3Belleme2

 

Ein weiteres großes Lob verdient die Verpflegung! Es wurden typische lokale Gerichte serviert und mir hat es ausgezeichnet geschmeckt! Auch die Getränkeversorgung war einwandfrei!

Speisesaal

Ein richtiges Highlight waren die Verstärker von Hans: Es handelt sich hier um ein modulares System: Treiber- und Endröhren, die auf Adapterplatten montiert sind, können ganz unproblematisch getauscht werden: Zu jeder Röhre gibt es einen Kodier Stecker und einen Bias Stecker. Immer völlig professionell zusammen in den  Holzkisten verpackt. Einige verschiedene Kombinationen wurden auch vorgeführt! Ich kann mir keinen besseren Verstärker vorstellen, um die unterschiedlichen Charakteristiken von ernsthaften Endröhren auszuprobieren! Klasse Arbeit Hans, mein Respekt ist Dir sicher.

Hans2

Hier die erwähnten Kodierstecker:

zHans10

Und ein paar weitere Ansichten:

Hans1

Schön sieht man hier den Adapter!

Hans4 Hans5

Oder mit anderer Bestückung:

zHans4 zHans9

Jetzt der Vollständigkeit halber noch die Treiberröhren:

Treiber_Adapter2 Treiberröhren

Und zum Schluss die massgefertigten Röhrenkisten!

Röhrenkisten

Zum Thema Hören: Ein Problem war die Netzstromversorgung: Offenbar weder auf neuestem Stand noch sonderlich stabil. Zeitweise habe ich zwischen Neutral und Erde 10,75 V AC rms gemessen (es sollte keine Spannungsdifferenz vorhanden sein!) Auch die Netzspannung selbst schwankte: Kurzfristig, so etwa im Sekundentakt +/- 2 V .Gemessen über 18 Stunden hatte ich Werte von 201,6 bis 262,4 V AC. Einige Verstärker beim Contest hatten so Probleme. Von einem Verstärker, den ich vorher gehört habe, kann ich das bestätigen: In Holland nur minimalste Störgeräusche, beim ETF ein ganz vernehmliches Brummen. Vielleicht sollte ich nächstes Jahr einiges zum Thema Netzaufbereitung mitbringen? Wenn jemand einen passenden LKW hat, bitte melden!

Netzschwankungen Netzstörungen2

Der Contest war diesmal ein Verstärker mit einer 300B oder Äquivalent als Ausgangsröhre. Auf der Bühne standen einige ausgesucht schöne Exemplare! Aufgrund der etwas düsteren Lichtverhältnisse, kommen die Verstärker, die unter den Tischen standen nicht richtig zur Geltung!

Contest1 Contest2

Oben die Gesamtansicht der Bewerber!Was man kaum sieht: Unter den Tischen standen auch noch Verstärker!

Verstärker 4 Verstärker1 Verstärker2 Verstärker3 Verstärker5 Verstärker6 Verstärker7 Verstärker8 Verstärker9

Der Contest selbst wurde als realistischer  Blindtest durchgeführt – man sah ja nicht, welcher Verstärker spielte. Auch wurde nur mitgeteilt, welcher Verstärker in den A-B-B-A Tests unterlegen war. (Zur Erklärung: Musikstück 1 wird erst mit Verstärker A gespielt, dann mit Verstärker B. Dann wird Musikstück 2 erst mit Verstärker B gespielt, dann mit Verstärker A. Anschließend wird abgestimmt.)

Hier ein Bild des Umschaltpultes:

Umschalter

Ein Problem aus meiner Sicht beim Contest war das Richtverhalten der verwendeten Lautsprecher: Saß man z.B. in der 4ten Reihe, waren die Höhen etwas unterbelichtet, Mitteltonbereich ok. Stand man an derselben Stelle aufrecht, waren Höhen und obere Mitten überbetont. Bei den jeweiligen Abstimmungen konnte ich auch eine Tendenz beobachten dass die vorderen Reihen ähnlich und entgegengesetzt zu den hinteren Reihen abstimmten. Die meisten Abstimmungen waren recht knapp. Das spricht für die Qualität der Wettbewerber – ich schätze mal, die meisten waren sogar besser als wir es gehört haben!

Dies bitte nicht als „Rummeckern“ verstehen: Für die Netzversorgung kann keiner der Beteiligten etwas und das Wiedergabesystem stand so das erste Mal in diesem Raum – Das wäre nur ein sehr glücklicher Zufall, wenn alles auf Anhieb perfekt funktioniert.

Außer dem Hauptraum gab es noch andere, zum Teil sehr malerische Hör Räume .  Eine kleine Übersicht hier:

Hörraum1 Hörraum2 Hörraum3 Hörraum7 Hörraum8zHörraum5

 

Wie üblich hatte ich meinen kleinen Messplatz dabei. Die Schwarze Struktur  links unten ist übrigens der Subwoofer des großen Systems. Den Tischen traute ich nicht so ganz, was die Belastbarkeit anging. Deswegen standen die schweren Geräte und eine Tischkannte auf dem Subwoofer! Dieser war jetzt noch resonanzärmer!

Messplatz1

Das Wichtigste und Schönste war natürlich, wie immer, der intensive Austausch mit Freunden! Nicht zu vergessen, die Vorträge!

Vortrag

Hier noch ein paar weitere Aufnahmen, um den Gesamteindruck abzurunden:

Allgemein1

Carlson CouplerFrequenzweiche_aktiv Grosses_SystemzbausatzFlohmarkthornZhochtönerzLautsprecher

Bei dem Verstäker von Hans und dem Sortiment Treiberröhren, stehen diese ja auf einem kleinen Verstärker, der übrigens ausgezeichnet klingt!

So sieht er von innen aus! Diese Qualität kenne ich nur von sehr alten Tektronix-Oszilloskopen!

zXander

Die diesjährige Auktion machte Frank Schröder mit seinem unvergleichlichen Humor!

Auction1 Auction2 Auction3

Ein paar sehr schöne Röhren konnte ich ersteigern.

Mein Rückweg dauerte etwas länger als geplant: In Frankreich gab es massive Streiks wegen drastischer Erhöhungen der Steuern auf Treibstoffe. Ich finde es auch richtig, dass dagegen demonstriert wird. Hatte halt das Pech, dass ich wegen einer von Streikenden blockierten Autobahn 3 Stunden warten musste…

Ich freue mich schon auf nächstes Jahr!

Wer noch mehr sehen möchte findet noch schöne Photos hier (Blog Thomas Mayer):

http://vinylsavor.blogspot.com/2018/11/etf-2018-in-france-recap.html

oder hier (Photos Holger Barske):

https://www.flickr.com/photos/48480615@N04/sets/72157703760141154/page1/

 

 

Während der Erstellung dieses Blog-Eintrages fluchte ich mal wieder ausgiebig über die „Digitalisierung“ Auf einem Rechner habe ich Daten und Photos – dieser Rechner wird einmal installiert und dann nicht mehr ans Internet angeschlossen. Aus unerfindlichen Gründen bärbelt jetzt Windows rum und ich muss erst mal stundenlang updates installieren…

 


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Miserabler Service von Hermes!

So langsam stellt sich mir die Frage, ob es einen schlechteren Paketdienst gibt als Hermes?

Wie komme ich dazu?

Anfang Juni hatte ich für einen Kunden ein Messgerät repariert und ihm per Hermes am 05.06.2018 zugeschickt. Dieses Gerät war Teil eines größeren Auftrages bei meinem Kunden und er benötigte es sehr eilig.

Als das Gerät nach 3 Tagen immer noch nicht angekommen war, rief ich beim sogenannten „Kundenservice“ von Hermes an: Erst mal „Blechente“ = Warteschleife. Die Nummer ist kostenpflichtig und kostet pro Anruf 20 Cent. Es kann durchaus passieren, dass man mit der Ansage „versuchen Sie es später noch einmal“ rausfliegt. Dies betrachte ich bei einer kostenpflichtigen Rufnummer als glatte Frechheit!

Nachdem ich dann irgendwann jemand am anderen Ende der Leitung hatte: Auskunft: „ War auf dem Zustellfahrzeug, wird morgen zugestellt“

Am nächsten Tag keine Zustellung!

E-mails an den sogenannten „Kundenservice“ von Hermes blieben bis heute unbeantwortet.

Die Ergebnisse mehrerer zeitraubender Anrufe: „Wir haben Rückstau, wird bald zugestellt“; „Wir wissen nicht wo das Paket ist“; „Wir hatten Probleme, wird bald zugestellt“…

Nach 21 Tagen gilt ein Paket rechtlich als Verlust. Um die entsprechenden Formulare zu erhalten: Mal wieder Blechente…  Immerhin kamen die Formulare, die ich umgehend ausfüllte. In meiner mail bat ich ausdrücklich darum, mir den Eingang zu bestätigen. Dies erfolgte natürlich nicht. Also mal wieder Blechente…Die Auskunft die ich erhielt: „Ja, meine mail wäre eingegangen, aber derzeit (also Anfang Juli!) würde man gerade die Fälle von März bearbeiten!“

Ich wartete dann noch etwa einen Monat, ohne dass irgendetwas geschah. Dann teilte ich Hermes per mail mit, dass ich die Schadenssumme von € 500.- (Das Gerät war sogar teurer, aber nicht höher versichert) mit bestehenden oder zukünftigen Forderungen von Hermes aus Frachtdienstleistungen verrechnen würde, wenn ich nichts Gegenteiliges von Hermes hören würde oder meine Zahlung erhalten hätte. Hierfür setzte ich eine Frist von einer Woche.

Nachdem wieder nichts geschah, ließ ich Lastschriften in etwa in Höhe von € 150.- zurückgehen.

Daraufhin kam natürlich  recht flott eine Mahnung von Hermes. Auf eine schriftlich eingereichte Stellungnahme an Hermes wurde von Hermes nicht reagiert. Stattdessen kam dann ein Schreiben von einem Inkassodienst  und mein Account bei Hermes wurde deaktiviert.

Also an den Inkassodienst schreiben, auf meine Forderung hinweisen…

Daraufhin gab es am 14.09.2018 einen Anruf von Hermes, in der mir meine Forderung über € 500.- bestätigt wurde. Telephonisch wurde mir angeboten, diese Forderung mit den zurückgegangenen Lastschriften, natürlich ohne Mahngebühren und Ähnlichem zu verrechnen und den Rest an uns zu überweisen.

Zuerst bekam ich eine Gutschrift über € 6,08 (Fracht von dem verschlampten Paket) dann eine Gutschrift über € 500.- bei Beiden der Vermerk: Zur Verrechnung mit zukünftigen Frachtkosten. Bitte Wie? Account ist deaktiviert und dass ich mit so einem Unternehmen nichts mehr verschicke dürfte eh klar sein!

Gestern, 09.10.2018 rief ich mal wieder beim sogenannten „Kundenservice“ von Hermes an:

Auskunft: Auf Gutschriften könnte man dort nicht zugreifen…Der Call Center Agent versuchte dann, mich weiter zu verbinden, angeblich besetzt. Er sagte mir, ich würde zurück gerufen…Ist natürlich nicht passiert.

Fazit: 4 Monate nachdem Hermes ein Paket verschlampt hat, immer noch keine vollständige Schadensregulierung.

Der ganze Ablauf ist so ausgelegt, dass es für den Betroffenen möglichst umständlich und zeitaufwändig ist. Ob es sich dabei nur um schlechte interne Abläufe oder um Vorsatz handelt kann ich nicht beurteilen… Eine kurze Recherche ergab aber, dass das, was mir passiert ist, wohl kein Einzelfall ist.

Ich werde weiter berichten!

Inzwischen haben wir den 07.11.2018:

Ich habe mal bei der Verwaltung von Hermes angerufen und nach meiner Erstattung gefragt.

Ging für “Hermes-Verhältnisse” recht flott: nur 5 Minuten Blechente. Hatte dann eine Dame am Telephon: “Nein, an Erstatttungen kommt sie nicht ran… Ich solle mich an den Kundenservice wenden” Meine Erwiederung, dass man mit dem Kundenservice nicht weiter kommt, wurde damit abgetan, ich sollte doch eine e-mail schreiben. Das dies sinnlos ist habe ich inzwischen gemerkt!

Interessant in dem Zusammenhang: Die Telephonistin in der Zentrale stellt mich ja weiter, nachdem ich mein Anliegen genannt habe. Und dann ist es in der Hauptverwaltung nicht möglich auf Daten zuzugreifen??? Tut mir leid, das glaube ich nicht. Ich habe den Eindruck hier wird bewußt vorsätzlich gehandelt! Natürlich zum Nachteil des Kunden!

Nach diesem Telephongespräch übergab ich die Angelegenheit einem Anwalt.

Resultat: Nach dem ersten “bösen Brief” (unter voller Ausnutzung aller Fristen) war Hermes dann bereit teilweise zu zahlen. Da es nicht zu einer Gerichtsverhandlung kam, blieb ich auch noch auf den Anwaltskosten sitzen. Am 27.12.2018 ging dann die Teilzahlung ein.

Fazit: Über 6 Monate, nachdem Hermes das Paket verschlampt hat, wurde der Schaden teilweise erstattet. Insgesamt (nur auf die Versicherungssumme, nicht auf den höheren realen Wert bezogen) bekam ich ca. € 100.- weniger + natürlich mein ganzer Zeitaufwand!

Im November 2018 hörte ich einen interessanten Beitrag im Radio: Laut diesem Beitrag wirbt Hermes gezielt osteuropäische Obdachlose als Zusteller an, die dann so mies (unter gesetzlichem Mindestlohn!) bezahlt werden, dass sie in ihren Fahrzeugen wohnen und schlafen müssen!

Paßt doch ins Gesamtbild!

 

 

 

 

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Klasse Service von PS-Audio – Danke!

Jetzt muss ich mal die Firma PS-Audio loben:

Ein Freund brachte mir seine PS-Audio P-1000 Power Plant ( AC-Source/ Netzgenerator) mit der Fehlerbeschreibung: „Trafo brummt“ zur Reparatur.

Eine kurze messtechnische Untersuchung ergab: Die Ausgangsspannung schwankte zwischen 180 V und 230V . Der Klirrfaktor erreichte dabei zum Teil bis über 40%.

Die Ausgangsspannung sah so aus:

störung

 

Ich schrieb eine mail an PS-Audio, ob dieser Fehler dort bekannt sei. Innerhalb von 3 Stunden bekam ich eine  Antwort!  Sowohl Tipps, wo ich suchen sollte, als auch die vollständigen Schaltungsunterlagen. Das kann ich  nur klasse Service nennen!! Das Gerät ist ja schon etwas älter und es wird einem trotzdem  schnell und vollständig geholfen.

Der Fehler war leicht zu beheben und das Gerät funktioniert wieder einwandfrei.

Zwischendurch  fragte PS-Audio sogar noch nach, ob weitere Hilfe benötigt wird.

Eine solche Firma kann ich guten Gewissens empfehlen. Die Produkte selbst sind ja auch gut und vor allem noch in einem realistischen Preisrahmen.

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Neues zum Thema Plattenansaugung

Ich habe mal wieder Einiges ausprobiert: Kaum hat man eine Sache richtig verbessert, fallen einem ja andere mögliche Schwachstellen ein…

In diesem Fall war es das Thema Plattenteller – Auflage.

Ich probierte erst mal aus, was gerade griffbereit war:

-POM-Teller ohne jegliche Matte

-0,5 mm Carbon-Matte ( Filz – ähnliche Struktur)

-3 mm Kupferplatte

- 5 mm Graphitplatte

- 2,5 mm Vinylplatte

Klangliche Unterschiede waren deutlich zu hören, aber keine Lösung war in dem Aufbau hier wirklich perfekt.

Folgende Grundtendenz war grundsätzlich vorhanden:

Je schlechter der flächige Kontakt zwischen Schallplatte und Matte war (durch einfachen Klopftest festzustellen) desto unpräziser wurde das Klangbild in allen Aspekten. Der äußere Beschwerungsring und das Mittelgewicht halfen natürlich, aber bei verwellten Platten ist nicht überall flächiger Kontakt vorhanden.

Erst an zweiter Stelle machte sich  das Material bemerkbar.

Die Graphitplatte war am tonal hellsten, erbrachte aber auch die größte „Scheindynamik“ – bei manchen Aufnahmen für meinen Geschmack aber zu hell.

Die Kupferplatte war genauso wie die Vinylplatte ein brauchbarer Kompromiss, aber so richtig zufrieden war ich mit keiner Lösung.

So erstand ich zum Probieren eine Audio Technica AT 665BX Disc Stabilizer Matte gebraucht, ausdrücklich als defekt bezeichnet. Diese Matte hat im Gegensatz zur AT 666BX den Vorteil einer weichen „felligen“ Auflage, während die AT 666BX blankes Aluminium hat…ein Stäubchen drauf und es ist fest eingepresst!

Matte

Bei der AT 665BX war die Pumpe kaputt: Gehäuse vorne gebrochen und der Kolbenmechanismus klemmte manchmal. Zum Probieren ging es aber.

Pumpe_alt

Beim Anhören war ich sehr erstaunt: Plötzlich alles viel mehr im Focus, natürlicher, Stimmen und Instrumente klarer definiert und räumlich genauer abgebildet. Realistische, nicht übertriebene Dynamik.

Pumüpe_2

Der Rest war ein wenig Bastelarbeit:  Ich hatte noch eine brauchbare Pumpe rumliegen…Der Saugkopf war ganz einfach gebaut:

Saugkopf

Mit eine Lochsäge zwei 10 mm starke Scheiben ausschneiden. Eine Durchmesser 55mm, eine Durchmesser 30 mm. In die obere Scheibe kommt das Gewinde für den Anschlussnippel, die untere wird plan geschliffen.Pumpe_1

So ist die Platte innerhalb von Sekunden angesaugt. Unterdruck reicht für mehr als 45 Minuten.

Da mein Kompliment an Audio Technica: Die Matte selbst ist bestimmt schon mehr als 20 Jahre alt und funktioniert immer noch. So was nenne ich gutes Material!

Jetzt mit „richtiger“ Ansaugung ist es klanglich natürlich noch besser – tendenziell wie oben beschrien.

Hier ein kleiner Film zur Arbeitsweise:

DSC_7423

 

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Ein neuer Ansatz zum Thema Digitalkabel

Manchmal findet man durch Zufall einen neuen Ansatz! Letztens habe ich mal für einen Hersteller diverse Prototypen von Digital – Kabeln messtechnisch untersucht und auch angehört. Dabei fiel mir auf, dass die Kabel, die messtechnisch nicht optimal waren, in meiner Anlage aber bei normalen CD´s besser klangen.

kabel

Dies brachte mich auf die Idee, mal selbst ein paar Dinge auszuprobieren.

Der Ansatz dabei: Die Frequenz von red book CD Signalen (16 Bit, 44 kHz sampling rate) liegt bei ca. 2 MHz. Da es sich um Rechtecksignale handelt, wird natürlich ein ganzer „Lattenzaun“ von Harmonischen erzeugt. Zusätzlich hat ja jedes Laufwerk auch mindestens einen Quarzoszillator mit Frequenzen zwischen 2MHz und 26MHz, welcher natürlich auch Störprodukte erzeugt.

Also was passiert, wenn man das Signal entsprechend filtert? Dazu musste ein entsprechender Filter aufgebaut werden: Bei 2 MHz sollte er Signale unbeeinträchtigt durchlassen, darüber dämpfen. Hierzu muss einerseits der Frequenzgang entsprechend eingestellt werden, was recht einfach ist. Andererseits muss auch die Anpassung stimmen. Bei einem Networkanalyzer wird dieser Parameter als S 21 bezeichnet.

S21

Anmerkung hierzu: SPDIF Also koaxial geführte Digitalsignale haben eine Impedanz von 75 Ohm. Dies bedeutet: Die Ausgangsimpedanz ist 75 Ohm, und um Reflektionen zu vermeiden muss auch die Eingangsimpedanz des DA-Wandlers 75 Ohm  sein.

Bei einem Networkanalyzer wird dieser Wert als S 11 bezeichnet. Je geringer er ist, desto weniger vom Nutzsignal wird zum Sender zurückreflektiert. Werte unterhalb von – 30 dB sind gut.

s11

Wie man an den Screen – Shots sieht, wurden diese Bedingungen erfüllt.

Was passiert mit dem Signal selbst? Hier die Aufnahmen eines Oszilloskops: Das normgerecht angeschlossene Signal (75 Ohm Ausgangsimpedanz, 75 Ohm Kabel, 75 Ohm Eingangsimpedanz Die lila Trace, hat deutliche Überschwinger. Das gefilterte rosa Signal nicht mehr. Die Anstiegszeit ist mit 15 ns steil genug. Zum Verständnis: Der DA Wandler verarbeitet ja nicht die Wellenform, sondern nur den Wechsel von low auf high, bzw. von high auf low! Eventuell vorhandene Störungen können aber kapazitiv gekoppelt noch am Analogausgang auftauchen.

overshot

Auf dem nächsten Bild sieht man oben (grün) das Spektrum des ungefilterten Signals unten rot das Spektrum des gefilterten Signals. Die Dämpfung der Störungen beträgt ca. 10 dB.

FFt-filtered_unfiltered

Wie hört sich das Ganze an? Was mir gleich aufgefallen ist: Der Hochtonbereich ist viel angenehmer, Becken, Frauenstimmen und Klavier klingen deutlich natürlicher. Im Verhältnis zu einem Normgerechten Kabel auch keine Einbußen bei Dynamik oder Bassbereich.

Das was mich bei digitaler Wiedergabe oft stört – dieses etwas Raue unnatürliche ist im hohen Maße weniger geworden.

Nachdem der erste Versuch ja schon sehr vielversprechend war, habe ich ein wenig weiter gemacht:

Wie ich ja schon öfter festgestellt habe, ist die Qualität des verwendeten Kabelmaterials von großer Bedeutung. Ich nehme sehr gerne Kabel, die für sehr hohe Frequenzen spezifiziert sind – diese müssen sehr exakt gefertigt sein und müssen ausgezeichnete Isolatoren – meist Teflon haben.

Ich habe zwei verschiedene Kabel probiert: Beides sind Kabel aus der Messtechnik. Das dünnere Kabel ist bis 8 GHz spezifiziert, doppeltes Schirmgeflecht, starrer Innenleiter, alles Kupfer versilbert.

Kabel1

Das dickere Kabel ist bis 15 GHz spezifiziert – Schirmgeflecht, doppelter Folienschirm und dann noch ein Schirm aus ca. 2,5 mm breiten Streifen, diese geflochten. Das Ganze noch in Reinsilber! Wie man auf dem Foto unschwer erkennen kann, ist das Kabel relativ steif! Das hat aber den Vorteil, dass kaum Mikrophonie-Effekte auftreten. Die BNC-Stecker die man dafür braucht, sind auch nicht gerade billig…

Stecker

In der Mitte erkennt man jeweils  die Filterbox. Je nach  Anwendungsfall ist der Filter für 44kHz /16 Bit oder 192 kHz /24 Bit ausgelegt.

Wie eigentlich nicht anders zu erwarten, ergab das höher wertige Kabel auch klanglich bessere Ergebnisse: Details wurden besser und vor allem natürlicher herausgearbeitet, die räumliche Darstellung gewann auch nochmals.

Meist habe ich diese Kabel auch zum Ausprobieren für Interessierte vorrätig.

 

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Klasse Service vom ADAC

Gerade in einer Zeit, wo nach meinem Empfinden der Service von Firmen oder Institutionen immer schlechter wird, möchte ich mal ein positives Beispiel hervorheben:

Ich war mit meinem Oldtimer (Jaguar) auf dem Rückweg von  Berlin. Auf der Stadtautobahn fing die Kontrollleuchte für zu niedrigen Kühlwasserstand an zu leuchten und gleichzeitig stieg die Motortemperatur etwas an. Also bei niedriger Drehzahl im 5ten Gang zum nächsten Parkplatz gerollt. Dort sah ich dann die Bescherung: Kühlwasserschlauch gerissen.

Also rief ich beim ADAC an: Keine Warteschleife, keine „Blechente“ – nein sofort jemand kompetentes am Telephon! Nach Klärung der Sachlage sagte man mir zu ein Pannenhilfsfahrzeug zu schicken. Dieses war innerhalb von 15 Minuten da. Der Mechaniker sehr hilfsbereit und freundlich. Er holte dann blitzschnell den defekten Schlauch raus. Leider hatte er keinen passenden Schlauch dabei. Das konnte man auch nicht erwarten – das bei mir verbaute Teil hatte zwei unterschiedliche Öffnungsdurchmesser und war noch ein Formschlauch, also in spezieller Form gebogen.

Der Mechaniker vom ADAC veranlasste dann, dass ein Abschleppfahrzeug kam. Zwischendurch immer wieder telephonischen Kontakt mit der Leitstelle. Die haben mir in der Nähe vom Abschleppdienst ein Hotel besorgt. Weil nur ein 4-Sterne Hotel frei war, musste ich hier etwas zuzahlen, was aber völlig in Ordnung ist. Nach weiteren 15 Minuten war der Abschleppwagen da und zog meinen Jaguar auf die Pritsche.

Bei dem Abschleppdienst abladen und den Schlauch inspizieren. Man sagte  mir ich sollte am nächsten Vormittag wieder vorbeikommen, man würde versuchen, den Schlauch zu bekommen. Auch hier alle sehr nett und freundlich! Der Fahrer vom Abschleppwagen fuhr mich noch zum Hotel.

Am nächsten Vormittag stellte sich heraus, dass der Kühlwasserschlauch nicht kurzfristig zu beschaffen war. Also bekam ich einen Leihwagen, direkt vor Ort vorrätig(!), konnte meine Ausrüstung umladen und nach  Hause fahren.

Eine Woche später wurde mir der Jaguar mit einem Sammeltransport vor die Haustür gestellt – ohne den geringsten Kratzer!

Den Schlauch hatte ich inzwischen wieder besorgt – war schnell montiert.

Außer der Zuzahlung zum Hotel keine Kosten für mich ! Eben auch ein völlig reibungsloser, kompetenter und freundlicher Ablauf.

Danke ADAC!

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