ETF 2016 European Triode Festival Kopenhagen

Auch dieses Jahr fand wieder das European Triode Festival in der Nähe von Kopenhagen statt.

Zuerst mal meinen Dank an die Veranstalter, für die Mühe die sie sich mit der ganzen Vorbereitung gemacht haben.

Schön ist es sich einmal im Jahr so zu treffen – hat etwas von einem “großen Familienfest”

Für den Wettbewerb wurde ein sehr großes System bestehend aus Dipolbässen, Western Electric WE 12 Hörnern und Bändchen aufgebaut. Mein Respekt für die handwerkliche Leistung!

grosses System

Dies war dann der Verstärker dazu:

Verst_gr_sys

Und das ganze im Betrieb:

Verst_gr_System

Es ist jedes Jahr aufs neue schön, was so alles an Anlagen und Teilen vorgeführt wird.

Hier mal ein paar Beispiele:

Andrejs

Bloehbaum

Dieses System gefiel mir persönlich klanglich am besten…

combo

Elrog

Freue  mich immer wieder über die Elrog Röhren, die ich ja auch selbst verwende. Gut dass es mit der Produktion dank Thomas Mayer weiter geht!

Früher Morgen

So sieht es am früühen Morgen aus…

Norweger

Bei dem System dachte ich im ersten Moment: “Das kann nicht funktionieren” Da hatte ich mich aber sehr getäuscht! Spielte ausgesprochen gut auf!

Potototypen

Manches wurde erst vor Ort zusammen gestellt…

Röhrenheizung

Module zur Röhrenheizung von Guido…funktionieren sehr gut, wie ich aus eigener Erfahrung weis!

Treiber_D

Dietmar hatte seine schönen Treiber mitgebracht und erklärte sie auch ausführlich.

Thomas

Immer wieder ein schöner Anblick…

Messplatz

Meinen üblichen Messplatz hatte ich auch dabei. Im Vordergrund die Studer 807 mit der ich am Wettbewerb teilnahm.

Studer1

Der Wettbewerb diesmal war, ein klassisches Trio live aufzuunehmen…

Mikrophone

Nur ein Teil der verwendeten Mikrophone.

Probe1

Probe2

Bei der Probe, die die Musiker erfreulich lange ausdehnten konnte man seine Mikrophone positionieren und einpegeln…

Die Kombination aus Flügel, Violine und French Horn, war nun nicht unbedingt die Art von Musik, die ich besonders mag. Aber es war sehr interessant zu sehen, mit welch verschiedenen Aufnahmetechniken gearbeitet wurde.

field coil

Auch etwas ganz Besonderes: Ein Denon umgebaut auf Fiel Coil! Soweit ich es beurteilen kann, spielte es sehr frei und detailiert. Gerade solche Prototypen machen für mich den Reiz der Veranstaltung aus!

auktion

Wie üblich wurde die Veranstaltung mit der Aukktion beendet. Die Teilnehmer stiften Geräte, Material, Schallplatten, etc, die dann versteigert werden um die Anlaufkosten der Veranstalter fürs nächste Jahr zu decken.

Immer eine sehr lustige Veranstaltung..

Na und ich freue mich schon auf das nächste Mal!

Wer noch mehr übers ETF 2016 lesen und sehen möchte:

Ich kann den Blog von Thomas Mayer empfehlen:

vinylsavor.blogspot.de/2016/11/live-from-denmark-etf-2016-part-1.html

Holger Barske hat auch richtig schöne Bilder eingestellt!

http://www.holgerbarske.com/allgemein/european-triode-festival-2016/#more-5070

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Schnerzinger Produkte

Ein interessanter Nachmittag mit Schnerzinger Komponenten

 

Ich hatte die Möglichkeit, mal einige Schnerzinger Produkte auszuprobieren. Die Herren von Zellaton kamen mich besuchen und hatten ein umfangreiches Sortiment dabei.

Was mir schon beim Ausladen auffiel: Vernünftige Verpackung der einzelnen Komponenten in Jutebeuteln oder großen Plastikkoffern mit Hartschaumeinlage. Nichts „Übertriebenes mit bling-Effekt“ was man nur teuer bezahlt!

Zuerst wurde Platte bzw. CD gehört, um den „Istwert“ festzustellen. Die CD war interessant, da auf vielen Einzelstücken jeweils ein bestimmter Effekt/Klangbild, etc. deutlich zu hören war. Als Beispiel: Eine alte verrauschte Bandaufnahme, bei der man eine Stimme für die Überprüfung links, mitte rechts hört.

Als erstes wurde der Grid-Protector angeschlossen. An einer ganz normalen Steckdosenleiste, die von normalem Hausstrom und nicht von dem gefilterten Strom für unsere Referenzanlage gespeist wurde. Die Wirkung ist einstellbar und sofort deutlich und positiv hörbar. So wurde eine Überhöhung im Bereich von 300 Hz ( die Frequenzweiche des gerade neu eingebauten Mitteltöners war noch nicht vollständig abgeglichen + Raumresonanz) verringert. Bei dem oben genannten Teststück war das Bandrauschen ein gleichmäßiges Zischen, so wie von einer undichten Druckluftleitung. Nach Aktivierung des Grid-Protectors war das Rauschen strukturierter und ungleichmäßiger. Gleichzeitig gewann die Stimme an Natürlichkeit und Definition, war räumlich auch klarer strukturiert.

Im weiteren Verlauf wurden dann noch ein Component Protector und ein Paar Giga Protectoren eingesetzt. Jeweils mit einer deutlichen Gesamtsteigerung der Performance. Der Component Protector brachte bei unserem System an der Vorstufe die deutlichere Verbesserung.

IDSCF1824

Ich habe nun schon so einiges an „Tweaks“ und Produkten zur Steigerung der Wiedergabe angehört und ausprobiert. Nach meiner Einschätzung gibt es grundsätzlich zwei Klassen: Die eine Klasse von Tuning-Produkten verringert vorhandene Fehler. Ein guter Kontaktreiniger beseitigt Verschmutzungen und/oder Oxidation was ein Fehler der Übertragungskette ist. Es gibt eine ganze Reihe von Produkten und Maßnahmen, die vorhandene Fehler und Störungen beseitigen. Dazu gehört: Netzfilterung (sofern sie nicht zusätzliche Fehler erzeugt), Optimierung der Raumakustik, Verringerung von Mikrophonie oder störenden Schwingungen/Resonanzen, usw.

Die andere Klasse wirkt meiner Meinung entweder auf den Zuhörer und dessen Wohlbefinden bzw. Wahrnehmung oder verringert subjektiv einen Fehler, durch die Hinzufügung eines zusätzlichen Fehlers. Die Produkte, die auf den Zuhörer wirken, kommen meist aus dem eher esoterischen Bereich. Die Produkte die zusätzliche Fehler generieren, sind entweder direkt in der Anlage integriert – z.B. Kabel die einen „Sound“ erzeugen, oder sie verändern die Raumakustik, wie z.B. Klangschalen, die bei bestimmten Frequenzen mitschwingen und ein zusätzliches Signal erzeugen.

Nach meiner Erfahrung gehören die Schnerzinger Produkte zur ersten der beiden Klassen. Sie beseitigen Störungen, die die Wiedergabe beeinträchtigen. Dies kommt dadurch zum Ausdruck, dass die  Wiedergabe ganzheitlich verbessert wird und zwar in dem Sinne, dass Störungen reduziert und Nutzinformation klarer und deutlicher dargestellt werden.

Die Kabel an sich machen rein von Aufbau und Fertigungsqualität einen guten Eindruck und sind auf jeden Fall schon spürbar (Gewicht!) mikrophonie-unempfindlich.

Das Endergebnis mit Grid-Protector, Component-Protector, Giga-Protector (2) Lautsprecherkabeln und Cable-Protector an den Lautsprecherkabeln war stimmig und höchst beachtlich.

Was mir auch gefallen hat: Rein von der Ausführung sind die Produkte wertig gefertigt, aber ohne übertriebene optische Ausgestaltung, die man nur teuer bezahlt, ohne dass es eine klangliche Performance-Steigerung bringt.

In Anbetracht der gebotenen Leistung kann ich das Preis-Leistungsverhältnis als gut bezeichnen und empfehlen.

Weitere Angaben findet man auch auf der Seite von Schnerzinger:

http://www.schnerzinger.com/home.php

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Reportage im Fidelity Magazin

Die Herren vom Fidelity Magazin waren bei uns zu Besuch!

Hier findet sich der Link zu dem Bericht:

https://www.fidelity-magazin.de/2016/08/24/reportage-gecom-technologies/

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Erstklassiger Service der Firma Weller/Coppertools

Oft wird ja mit gutem Grund, der schlechte Service mancher Firmen beklagt. Da finde ich es wichtig auch mal bekannt zu machen, wenn eine Firma wirklich guten Service leistet.
So ist es mir mit der Firma Weller ergangen:
Ich habe eine schon etwas ältere Entlötstation Weller WMD-1. Diese stellte plötzlich mitten im Betrieb das Heizen des Lötkolbens ein.
Suchte dann kurz nach dem Fehler, es war aber keiner der “üblichen Verdächtigen”. Suche nach dem Schaltplan im Internet blieb erfolglos. So rief ich dann direkt bei Weller an: Erst mal wohltuend: Keine Blechente sondern Menschen sofort am Telephon. Nach einer Minute war ich zum zuständigen Techniker durchgestellt und fragte nach einem Schaltplan. Der Techniker bat mich nur, ihm ein Photo der fraglichen Platine zu senden, damit er mir die richtigen Unterlagen zusenden könne. Eine Stunde nachdem ich das Photo geschickt hatte, habe ich Schaltplan und Bestückungsplan per mail erhalten. Gleichzeitig noch das Angebot, mir ein paar noch vorhandene Ersatzteile zu schicken – kostenlos! Mit dem Schaltplan fand ich den Fehler recht schnell: Die Anzeige LED, die in Reihe mit dem Optokoppler, der den Triac der Heizung ansteuert, war defekt. Ich schickte dann natürlich eine mail und bedankte mich und berichtete von der erfolgreichen Reparatur. Die Teile wurden mir trotzdem kostenlos geschickt und waren am nächsten Tag da.
So was nenne ich vorbildlichen Service! Der passt übrigens ins Gesamtbild – ich habe auch sonst gute Erfahrungen mit Weller gemacht. So wurde z.B. die neue Station hier im Hause vorgeführt und ich konnte sie eine Woche testen – zu meiner vollsten Zufriedenheit. Wurde dann auch von uns übernommen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Von uns entwickeltes Laufwerk auf der High End München 2016

Dieses Jahr wird eine Studie des von uns entwickelten Laufwerks Refent Audio Gramophone Unit auf der Messe „High End“ in München ausgestellt. (im Raum von Zellaton A4.2)

High_End_Blog

„Studie“ bedeutet: Nicht funktionsfähige Einheit, die einen groben optischen Eindruck vermittelt.

Wie kam es zu der Entwicklung von diesem Laufwerk? Nach Abschluss der Entwicklungsarbeiten am Physical Emotions Caeles Laufwerk, hatte ich ja hier noch den Prototypen, mit dem ich selber Musik höre. Da war es natürlich reizvoll auszuprobieren, wo noch Steigerungspotential vorhanden ist. Ebenfalls sehr hilfreich war die konstruktive Kritik von Michael Fremer (Stereophile) Dietrich Brakemeier (Acoustical Systems) und Michael Schwab (Zellaton). Im Laufe des letzten Jahres wurden folgende Verbesserungsmöglichkeiten gefunden, die in die endgültige Version vom Laufwerk eingehen werden:

-          Lagerung der Tonarmbasis in invertierten Spikes. Dies hat sich als klanglich viel besser erwiesen, als die vorige Aufhängung an Kevlar-Fäden.

-          Das Rohr der Tonarmbasis wird als Konus ausgeführt – ähnlich dem System bei großen Industriebohrmaschinen.  Dadurch ist Kraftschluss und Kopplung wesentlich besser und der Wechsel von vormontierten Tonarmen ohne Verlust der Einstellung viel einfacher möglich.

-          Die Bedämpfung des Aluminium-Tragtellers wurde weiter optimiert. Jetzt „klingelt“ auch der untere Rand nicht mehr.

-          Die Ankopplung des oberen (POM) Tellers an den angetriebenen Teller wurde völlig neu gestaltet. Beibehalten wurde das Prinzip der Entkopplung. Der obere POM-Teller wird aber durch eine substanzielle Edelstahl- Zwischenlage zusätzlich bedämpft um die letzten Resonanzen zu minimieren. Hier die richtige Kombination aus verschiedenen Materialien zu finden, hat sehr viel Zeit gekostet.

-          Die Pneumatik Dämpfer der Subchassis – Lagerung werden völlig neu gestaltet: Es kommen jetzt wesentlich hochwertigere Dämpfer zum Einsatz, die eine Resonanzfrequenz von ca. 1 Hz ermöglichen (gegenüber vorher 5 Hz). Da die Dämpfer als Zweikammersystem ausgeführt sind werden Schwingungen auch wesentlich besser bedämpft. Dieses System war schon immer beim Prototypen im Einsatz, wurde aber beim Caeles Laufwerk aus Kostengründen nicht übernommen.

-          Zusätzlich wird noch eine Bedämpfung von höher frequenten Schwingungen durch Öldämpfer implementiert.

-          Die automatische Niveauregulierung wird über proportionale Analog-Ventile durchgeführt. Dies ist wesentlich genauer und einfacher aufzubauen, als die alte Lösung.

-          Der Puck wird ebenfalls optimiert und umgestaltet.

-          Das Rack, als konstruktives Bestandteil des Laufwerks wird völlig neu konstruiert. Insbesondere wird die Anfälligkeit gegen horizontale Schwingungen/Anregung durch eine neue Aufhängung sehr deutlich verringert… Die gesamten Versorgungsleitungen werden innerhalb der Racksäulen geführt, was optisch viel besser aussieht.

-          Es wird eine neue Versorgungseinheit aufgebaut, die serienmäßig die Batterieversorgung für den Motor enthält.

-          Die Gesamtqualität von Bauteilen und Oberfläche wird deutlich verbessert.

-          Von Holger Barske (Lp, Klang und Ton) kam die Anregung, zu diesem Laufwerk auch einen luftgelagerten Drehtonarm zu entwickeln. Den Prototyp habe ich schon 2015 beim ETF vorgestellt. DANKE Holger!

Solche Veränderungen brauchen in ihrer Umsetzung Zeit, deswegen sind sie bei der Studie dieses Jahr noch nicht umgesetzt, außer der Tonarmbasis und der Oberflächenbearbeitung. Ich hoffe, nächstes Jahr kann man das Laufwerk auf der High End auch hören!

Mein Dank an Michael Schwab von Zellaton für die Möglichkeit die Studie auszustellen und seine vielen Anregungen zu Verbesserungen.

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Einfach mal ein richtig schönes Konzert

Letztens war ich mal wieder im Meisenfrei eine schöne gemütliche Musikkneipe in Bremen. Ist relativ klein und übersichtlich, was gerade den Reiz ausmacht.

http://www.meisenfrei.de/

Kann nur sagen, dass ich mich dort immer sehr wohl fühle.

Dort spielte nun letztens “Monique & the Jacks” eine mir unbekannte Band, aber mit einer vielversprechenden Ankündigung auf der Seite vom Meisenfrei.

M2

Ich wurde so was von positiv überrascht, was da als Konzert geboten wurde:

Bombenstimme, Musiker, die sichtlich Spaß dran hatten, Musik zu machen und vor allem zusammen zu machen.

M22

M7

www.moniqueandthejacks.com

Wie gesagt, ich kann die Band nur sehr empfehlen!

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Warum Superhochtöner sinnvoll sind

Letztens habe ich mal an meinem Hornsystem noch zwei Thiel Diamanthochtöner als Superhochtöner mit einer Trennfrequenz von 18 kHz/ 12 dB /oct. installiert. Eigentlich hatte ich mir gar nicht viel davon versprochen, aber ich wollte mal ausprobieren, ob man damit eine Verbesserung erzielen kann. Ich war dann höchst positiv über die Ergebnisse erstaunt! Insbesondere im Baß sind die Impulse besser und definierter geworden, die Höhen haben mehr Glanz und die Räumlichkeit hat auch deutlich gewonnen.

Wie läßt sich dies erklären: Mein Ansatz ist Folgender: Musik besteht in erster Linie aus Impulsen, die dann ausschwingen. Zum Teil sind die Anfangsimpulse und Pulsflanken sehr steil. Hierzu habe ich mal einige Messungen in der elektrischen Ebene durchgeführt:

Auf dem Bild unten sieht man (helle Trace) einen Puls mit 1 kHz Frequenz und 100µs Pulsbreite, wie er vom Pulsgenerator erzeugt wird. Die dunklere Pulsform ist der selbe Puls nachdem er einen Tiefpass mit 20 kHz und 24dB/oct. Tiefpass durchlaufen hat.

puls

Man sieht ganz deutlich die vergrößerten Anstiegs- und Abfallflanken, sowie Überschwinger…

Sieht man sich das ganze im Frequenzbereich an sieht es so aus:

fft_filter

Dies ist jetzt das fft-Spektrum, des gefilterten Pulses. Deutlich sieht man den Abfall ab 20 kHz.

Hier überlagert in gelb das Spektrum, des ungefilterten Impulses:

fft2

Hier sieht man, wie weit das langsam abfallende Spektrum reicht!

Jetzt könnte man sich natürlich fragen, ob dies für Audio Wiedergabe überhaupt relevant ist, da ja schon die Quellen im Frequenzgang begrenzt sind. Schaut man sich eine analoge Kette an, so sind Mikrophone, Mischpulte und Tonbandgeräte normalerweise bis 20 kHz spezifiziert, d.h. haben einen garantierten Frequenzgang. Darüber wird nicht hart gefiltert, je nach Gerät geht der Frequenzgang, wenn auch mit Abfällen und Einbrüchen weiter. Man kann also damit rechnen, wenigstens noch teilweise höherfrequente Anteile in der analogen Quelle zu haben. Bei digitaler Wiedergabe, insbesondere CD ist die Filterung so steifflankig, das keine nennenswerten höheren Frequenzanteile zu erwarten sind!

Die Anlage von mir arbeitet bis ca. 100 kHz und der Diamanthochtöner schafft über 50 kHz. Die Wiedergabe bezogen auf einen steilen Impuls ist also weder von Quelle (analog) noch Wiedergabekette perfekt. Aber eine Verbesserung in die richtige Richtung ist erstaunlich gut hörbar!

Wieweit die rein elektrischen Messungen sich auch akustisch darstellen lassen, werde ich in nächster Zeit mal messen!

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Refent Audio Wandler hier zum Test

Ich habe ja für die Firma Refent Audio einen DA-Wandler entwickelt. Nun war das erste Serienmodell hier zum Abnahmetest:

versuch3_klein

Wie man sieht, besteht der Wandler aus zwei Gehäusen. Im unteren Gehäuse befinden sich die Akkus und Ladegeräte. Die Akkus liefern in insgesamt 8 Sätzen alle benötigten Betriebsspannungen. Der Anwender kann auswählen, ob automatisch geladen wird, sofern ein Akkusatz leer ist, ob die Ladegeräte abgeschaltet sind oder ob nur geladen wird. Selbstverständlich ist während dem Laden normaler Betrieb möglich. Die Akkus werden überwacht, damit keine Tiefentladung stattfinden kann.

Battery_supply_klein

Hier sieht man das Batterieteil. Der Bereich auf der rechten Seite, welcher die Tasten und die Schaltlogik enthält, ist normalerweise mit einer Kupferplatte abgedeckt.

Der Wandlerteil selbst ist darauf ausgelegt, so störungsarm wie möglich zu sein. Hierzu sind alle Baugruppen gekapselt untergebracht: Digitale Eingänge (SPDI/F, AES/EBU und I²S mit einstellbarer Version); USB und LAN Eingänge(Diese werden, wenn sie nicht angewählt sind komplett abgeschaltet); Die 5 Präzisionsquarzöfen befinden sich in einer ölgekühlten Kammer um größtmögliche Temperaturstabilität zu erhalten; Der SD-Drive; die Wandlersektion, die ebenfalls ölgekühlt ist.

Sämtliche Versorgungs- und Steuerleitungen werden über HF-Durchführungskondensatoren geführt um Störungen an dieser Stelle zu vermeiden.

Die Wandstärken betragen durchgehend 2 cm. Die Gehäuse sind aus dem Vollen gefräst. Das hier abgebildete Model ist noch zusätzlich komplett vergoldet.

DA-Converter_klein

Zur Unterdrückung des chemischen Rauschens der Akkus wird im Wandler selbst jede Spannung nochmals gefiltert und stabilisiert. Die Gesamtkapazität beträgt ca. 500.000µF

Verbunden werden Wandler und Batterieteil mit sehr aufwändigen Kabeln. Das größere ist für die Stromversorgung, das kleinere für die Schaltlogik

Interconects_klein

Als Besonderheit gibt es einen eingebauten SD-Drive. Mit diesem können auf Standard-SD gespeicherte Musikstücke mit einer Auflösung bis zu 192kHz und 24 Bit wiedergegeben werden. Um Störstrahlungen zu verhindern kann der SD Drive mit einer Abdeckung abgedeckt werden. Auch diese Elektronik kann abgeschaltet werden.

SD-Drive neu_klein

Der SD-Drive läßt sich über 5 Tasten so einfach wie ein CD-Player bedienen. Nur kann man aufgrund der höhren Speicherkapazität noch zusätzlich zwischen einzelnen Ordnern wählen.

Die Gehäuse sind jeweils 20 cm hoch (inklusive Füsse) 50 cm breit und 60 cm tief.

Systemgewicht 160 kg.

Rein klanglich finde ich, daß sich der Aufwand gelohnt hat.

rear_klein

Hier noch die Rückansicht des Gerätes.

Möglichen Kunden rate ich für die entsprechende Hardware zum Ausladen und Aufbau zu sorgen:

Verladen

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

Es ist Winter! Lassen Sie Ihre Kabel nicht frieren!

Isoierung1

Natürlich ist die Überschrift nicht ganz ernst gemeint! Habe beim ETF bei der Anlage von Martina Schöner einen hübschen, preisgünstigen Tuning-Tip gesehen:

Um Mikrophonie bei NF-Kabeln zu verringern, kann man sie ganz einfach in Isolierumhüllungen, die für 15mm Wasserrohre gedacht sind stecken. Diese bekommt man sehr günstig in jedem Baumarkt. Da ja die wenigsten NF-Kabel gleich einen Durchmesser von 15 mm haben, füllt man den verbliebenen Zwischenraum am Besten mit Polyesterwolle.

Dann das jeweilige Kabel mittig einfügen und das ganze mit Kabelbindern fixieren.

Sieht dann so aus:

Isolierung2

Gerade bei Phonokabeln oder Solid Core Kabeln ergibst sich ein hörbar positiver Einfluss. Zur Nachahmung empfohlen!

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert

ETF 2015 European Triode Festival Kopenhagen

Vom 12. bis 15. November fand in der Nähe von Kopenhagen das European Triode Festival statt. Zuerst einmal mein Dank an die Veranstalter für die gelungene und gut organisierte Veranstaltung. Vielen Dank für die Mühe, die Ihr Euch gegeben habt!

Leider fanden am Freitag die schrecklichen Anschläge in Paris statt, die wohl keinen unbeinflußt liessen. Ich selbst war ausgesprochen betroffen insbesondere auch von den leider anzunehmenden Folgen – solche Anschläge verändern eine Gesellschaft und erzeugen weniger Freiheit für alle und leider auch mehr Agressionen.

Wie üblich brachte ich meinen kleinen Messplatz mit, der erfreulicher Weise wieder viel genutzt wurde.

Messplatz

Zusätzlich hatte ich auch meinen neu entwickelten Tonarm zu Demonstrationszwecken dabei:

Der Konstruktionsansatz dazu ist folgender: Jegliches Spiel in Lagern beeinträchtigt die Wiedergabe, was im Grunde ein Nachteil aller kardanisch aufgehängter Tonarme ist. Die Lösung dieses Problems ist ein Einpunkt gelagerter Tonarm. Diese Tonarme haben aber andere Probleme: Sie neigen zu unstabilem Azimuth oder sie können Plattenverwellungen nicht ohne eine Änderung des VTA folgen, wenn das Gewicht unterhalb des Drehpunktes wirksam ist. So baute ich einen luftgelagerten Drehtonarm: In der Mitte eines Luftlagerpads befindet sich die Lagerachse. Auf dieser befindet sich eine Keramikkugel die in einer Lagerpfanne geführt wird. Diese Lagerpfanne befindet sich in der Edelstahlscheibe die auf dem Photo gut zu erkennen ist. Der Luftspalt zwischen Luftlagerpad und dieser Scheibe beträgt 10µm. Damit ist einerseits ein physikalischer Kontakt zur Ableitung von Schwingungsenergie gegeben, andererseits hat das Lager sehr wenig Reibung und ist spielfrei und lagestabil. Die vertikale Lagerung erfolgt über zwei Stahlachsen mit Keramikkugeln die ebenfalls in Lagerpfannen laufen. Auch diese Lagerung ist spielfrei. Das Tonarmrohr besteht aus Titan und ist noch zusätzlich mit einem Carbonrohr und einer Zwischenlage aus Silikon bedämpft. Die Headshell stammt von Acoustical Systems und ermöglicht die Einstellung von Azimuth und VTA. Die Geometrie ist so ausgelegt, daß der Arm statisch und dynamisch ausbalanciert ist.

Zum Vermeiden von Übersprechen werden kanalweise getrennte 4-polige Litzen verwendet, die in der Nähe des Tonarms an das Tonarmkabel angeschlossen werden. Dies ermöglicht ein steifes und niederohmiges sowie gut geschirmtes Tonarmkabel für die Hauptstrecke derr Übertragung einzusetzen.

Das in allen Aspekten, inklusive der Tonarmbasis angewendete Grundprinzip ist, für die beim Abtastvorgang entstehenden Schwingungen einen definierten Pfad für die Ableitung bereit zu stellen. Reflexionen oder Resonanzen werden durch Materialauswahl und Aufbau soweit wie möglich verhindert.

Tonarm1

Diesmal standen einige Anlagen da, die mir schon gut gefallen haben! Mein Respekt, all das Material herbeizuschaffen!

Anlage1

Anlage2

Anlage3

Anlage4

Anlage5

Diese Anlage wurde für den shootout der Netzteile verwendet.

Anlage6

Die Netzteile für den shootout wurden sehr professionell durchgemessen:

Netzteilmessung

Richtig schöne Endstufen gab es natürlich reichhaltig:

304tL

845

845_2

Tektronix

Kunde

Wie üblich spielte Freitag Abend auch eine Band:

band

band1

Es gab auch sehr witzige Bastelprojekte – hier ein Beispiel:

Kopfhörer

Viele schöne Vintage-Geräte und Eigenkostruktionen gab es in Massen! Zwei Beispiele:

Revox

Netzteil

Dies war das Netzteil, mit dem ich mich am shootout beteiligte:

top view powersupply

Wer noch mehr über´s ETF 2015 erfahren möchte, dem kann ich nur den Blog von Thomas Mayer empfehlen:

http://vinylsavor.blogspot.de/2015/11/live-from-denmark-etf-2015-part-1.html

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert